Tag: EDGE

Googles Cache-Server als Netzneutralitäts-Risiko

08 Jan

at zeichenEin Google-Angebot von Cache-Servern in den Einrichtungen von Breitband-Providern hat eine aktuelle Diskussion über die Netzneutralität ausgelöst. Der Vorschlag würde eine “Schnellspur” für Googles eigenen Content schaffen, so das Wall Street Journal. Das würde ein Risiko für das Prinzip der Netzneutralität bedeuten. Allerdings bezeichnet Richard Whitt, Google Washington Telecom and Media Counsel, diesen Bericht als “verwirrt”. Er betont, dass es sich nicht um exklusive Deals handelt und auch andere Content-Provider lokale Cache-Server nutzen könnten und würden. “Diese Art von Caching ist bereits gang und gäbe”, bestätigt Andreas Wildberger, Generalsektetär der Internet Service Providers Austria (ISPA), auf Anfrage von pressetext.

Die Cache-Server an den Standorten der ISPs speichern Content wie beispielsweise YouTube zwischen, der ansonsten von fernen Servern geladen wird. Das ist im Sinne der Provider, die dadurch Bandbreite und somit Kosten sparen – ein wichtiges Ziel angesichts der Tatsache, dass der Internet-Traffic jährlich um geschätzte 50 Prozent zunimmt. Die British Telecom ist im Juli daher mit dem Plan vorgeprescht, Google und Co zu Kasse zu bitten. Das Wall Street Journal befürchtet nun, dass Google sich mit den Cache-Server-Abkommen ein schnelleres Service durch die Provider erkaufen und die Netzneutralität unterwandern will.

Whitt hält dem entgegen, dass es bei Googles Server-Bereitstellung im Rahmen der Projekte “OpenEdge” und “Google Global Cache” nicht darum geht, Traffic durch Google-Angebote in irgendeiner Form bevorzugt zu behandeln. Außerdem hätten andere Inhalte-Anbieter die Möglichkeit zu ähnlichen Übereinkünften. “Würden dagegen Breitbandanbieter ihre unilaterale Kontrolle über die Kundenverbindungen nutzen, um Bereitstellungs- oder Caching-Services in wettbewerbsunfreundlicher Weise anzubieten, würde dies das offene Internet und sein Innovationspotenzial gefährden”, so Whitt. Das Caching sieht er als innovative Netzwerk-Praxis mit Vorteilen für User. “Es macht für Nutzer den Zugriff auf Inhalte einfach schneller”, bestätigt Wilderberger. Ein derartiges Zwischenspeichern sei gängige Praxis bei verschiedenen Anbietern und kein neuartiger Angriff auf die Netzneutralität.

Sicher ist, dass die Netzneutralität dennoch ein heikles und sehr politisches ist und bleibt. Viel Aufsehen hat in diesem Jahr beispielsweise der Fall des US-Providers Comcast erregt, der Filesharing-Bremsen als notwendig dargestellt hat. Der neu gewählte nächste Präsident Barack Obama hat sich im Wahlkampf für die Bedeutung der Netzneutralität ausgesprochen. Nun aber würden im Obama-Lager teils andere Ansichten vertreten, so das Wall Street Journal. Als Beispiel wird angeführt, dass sich ein Berater für unterschiedliche Servicegeschwindigkeiten mit entsprechender Preisstaffelung ausgesprochen habe.

 

BlackBerry Curve 8900 vorgestellt

13 Nov

Kein großes Geheimnis mehr, aber jetzt offiziel vorgestellt. Das neue BlackBerry Curve 8900 von RIM wurde kürzlich von T-Mobile vorgestellt.

Neben der neuen Gestaltung fällt vor allem der Bildschirm mit 480 × 360 Punkten auf. Das sind noch einmal 40 Zeilen mehr als beim großen Bruder BlackBerry Bold. Von diesem übernimmt der neue Curve auch das Precision Theme mit den neu gezeichneten Icons. Wie auch beim Bold ist das Display selbst bei Sonnenlicht gut ablesbar und profitiert von den höher auflösenden Schriftarten. Vom Vorgänger übernimmt der neue Curve die Tastatur mit leichten Zwischenräumen.

Wie der Bold mit WLAN und GPS-Empfänger ausgestattet, muss der Curve allerdings auf UMTS/HSDPA verzichten und bietet nur den GPRS-Beschleuniger EDGE in Class 10 mit zwei Kanälen in Sende- und vier in Empfangsrichtung. Bei dem typischen Nutzungsverhalten eines BlackBerrys mit der Hintergrundübertragung von E-Mails muss das kein Nachteil sein, da das deutlich kleinere Gerät eine gegenüber dem UMTS-Betrieb des Bold längere Nutzungsdauer mit einer Batterieladung bieten soll. T-Mobile verspricht 400 Stunden Standby oder 240 Minuten Sprechzeit.

Die 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus leidet unter einer Auslöseverzögerung von immerhin zwei Sekunden und ist damit für Schnappschüsse eher ungeeignet. Legt man eine optionale Speicherkarte mit derzeit bis zu 8 GByte Kapazität in den MicroSD/SDHC-Slot ein, so zeichnet die Kamera wahlweise auch Videos im Format 240 × 180 oder 176 × 144 auf. Der Slot für die Speicherkarte liegt unter dem Batteriedeckel und ist etwas fummelig zu bedienen. Der Akku kann dabei eingesetzt bleiben, sodass das Gerät nicht neu startet.

Insgesammt keine schlechte Darbietung, ich selber werde aber noch auf das hoffentlich bald kommende BlackBerry Storm warten :).

 

T-Mobile G1, erstes Android Handy erschienen

24 Sep

Laut heise.de gibt es ab dem 22.10.2008 das erste Handy (Smartphone) mit Googles Android Betriebssystem zu kaufen, natürlich zuerst nur in den USA.

Das Gerät wird vorerst nur in T-Mobile Shops zu kaufen sein, ähnlich dem IPhone hier in Deutschland.

Hier einmal die ersten Daten zu dem Smartphone:

Das G1 wird mittels Touchscreen (320 × 480 Pixel, 3,2 Zoll) oder ausziehbarer Tastatur (mit eigener Taste für die Google-Suche) bedient, es nimmt über HSDPA (7,2 MBit/s) und HSUPA (2 MBit/s), EDGE oder WLAN Kontakt mit dem Internet auf und hat eine 3-Megapixel-Kamera an Bord. Der nur 256 MByte interne Speicher lässt sich mittels microSDHC-Kärtchen um maximal 8 GByte aufrüsten. Das G1 wiegt 158 Gramm und misst im eingeklappten Zustand 118 mm × 56 mm × 17 mm.