Tag: Festplatte

Backup leicht gemacht: Seagate Replica

04 Dez

P1010056Ich habe letzte Woche ein neues Backupsystem gekauft. Bisher hatte ich immer via Acronis True Image 11 meine Backups auf einer externen SATA Platte gesichert. Dies geht dank True Image auch im laufenden Betrieb und mit geöffneten Dateien. Trotzdem musste man den Dienst manuell starten oder als quasi “Dauerauftrag” einmal wöchentlich o.ä. starten lassen. Mir gefiel die Lösung aber irgendwie nicht, vor allem weil die Daten gepackt abgelegt wurden und ich nicht schnell auf einzelne Dateien zugreifen konnte. Daher habe ich mir wie gesagt etwas neues zugelegt.

Gekauft wurde eine Seagate Replica mit 500GB Speicher auf einer 2.5″ SATA Platte (USB Anschluss).

Für mich das perfekte Backupszenario, warum? Die mitgelieferte Software sorgt dafür das jede Datei der überwachten Partitionen auf der Seagate Festplatte versioniert werden. Das heißt, der Replica Dienst läuft die ganze Zeit im Hintergrund und archiviert jede Datei die geändert wurde (nur auf NTFS). Dabei werden so lange keine Backups gelöscht, wie noch Speicherplatz vorhanden ist. Wird die Platte zu voll, löscht der Dienst selbstständig die älteste Backupversion. Zu Beginn der Sicherung wird einmalig eine komplette Sicherung der HDD angestoßen, danach nur noch inkrementell. Durch die Versionierung und die einfache Dateikopierung kann man blitzschnell auf eine versehentlich gelöschte Datei zugreifen oder eine Version von vor 5 Tagen herausfischen. Persönlich finde ich das super. Quasi wie ein automatisches SVN für die gesamte Festplatte. Man muss sich um gar nichts mehr kümmern. Die Software regelt alles autonom. Also ein Backup ohne Zusatzaufwand.

Geliefert wird die große Version mit Docking-Station, eine Linux Live-CD zur Datenrettung/-wiederherstellung ist ebenfalls mit dabei. Die Replica Software selber ist auf der Festplatte gespeichert und wird per Auto-Start beim einstöpseln installiert. Danach ist die Festplatte allerdings nicht mehr als normale Platte nutzbar, sondern exklusiv für die Software beschreibbar. Dies soll vor allem das Löschen der Backup-Daten durch unbedarftes herumspielen verhindern. Zugreifen kann man dann weiterhin über die Software auf die Platte. Nach 3-4 Einstellungen läuft das Backup auch schon. Im Grunde ist es nur ein durchklicken durch die wenigen Dialoge.

Für mich echt eine super Lösung. Jetzt muss ich das nicht mehr selber machen und habe gleichzeitig eine Versionierung mit dabei. Und da die Platte nur über USB mit Strom versorgt wird (Y-Kabel), entfällt auch der zusätzliche Stromanschluss und die Platte läuft nur wenn auch der Rechner läuft. Genau so wollte ich das immer haben *g*.

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Einen ausführlichen Testbericht gibt es auch bei Tom.

 

Festplatten richtig zerstören – Daten richtig löschen

08 Aug

158902839_bc91e0817fMöchte man seine Daten korrekt und endgültig zerstören sollte man die Festplatte am besten komplett vernichten. Nur wie mache ich das korrekt? Viele Leute denken, es reiche aus wenn sie die Festplatte in einem Fluss versenken oder sie in den Backofen legen und dort “grillen”.

Oft wird dabei auch gleich der komplette Laptop / Rechner mit verfeuert. Hierbei muss man jedoch bedenken das der Rechner dann ja sogar noch als Schutzhülle um die Festplatte wirkt. Also keine gute Idee. Forensiker im Labor können solche Rechner ohne Probleme wieder auseinander nehmen und die Festplatte in 95% der Fälle auch wieder auslesen. Ähnliches gilt für die Platte im Fluss oder die aus dem Backofen. Selbst angerostete Platten können meist noch gerettet werden!

Doch was hilft nun? Wann kann man sich sicher sein das die Daten unwiederbringlich gelöscht sind? Sofern man die Festplatte nicht mehr verkaufen will, sollte man sich an folgende Schritte halten:

  1. Die Festplatte mit einem geeigneten Tool formatieren, hier reicht die einfache Formatierung aus
  2. Die Festplatte aus dem Rechner ausbauen
  3. Wenn möglich das Gehäuse der Festplatte öffnen
  4. Methode A: Die Platte für 1 Stunde einer Temperatur von über 700 Grad Celsius aussetzen
  5. Methode B: Die Platte einem starken Magnetfeld aussetzen, hier ist mindestens 1 Tesla nötig
  6. Methode C: A + B kombinieren ;)

Danach kann man sich ziemlich sicher sein (99%), die Daten für immer vernichtet zu haben. Möchte man die HDD allerdings noch verkaufen sollte man sich natürlich an andere Schritte halten, bei einem Verkauf empfehle ich:

  1. Platte mit einem gänzlich anderem Dateisystem formatieren, also zum Beispiel aus einer NTFS Platte eine ext3 Platte machen. Dabei nicht die “schnelle Formatierung” wählen, sondern die Platte komplett formatieren lassen
  2. Die neu formatierte Platte mit Datenmüll füllen, hierfür gibt es spezielle Tools. Oder man nimmt eine Linux-Live-CD und gibt in der Konsole folgendes ein: dd if=/dev/zero of=/dev/hdX (hdX steht für die Festplatte!) Damit wird die Platte komplett mit Nullen überschrieben.
  3. Fertig! Platte jetzt verkaufen :)

(Quelle: Technology Review, Ausgabe 08.2009)

 

Festplatte defekt/kaputt? Was nun?

12 Jun

211458521_e5243075b0Alles hat einmal ein Ende. So ist es auch bei einer Festplatte. Es kann jederzeit passieren und die Festplatte funktioniert auf einmal nicht mehr. Sei der Grund des Defekts einfach nur „Altersschwäche“ der Hardware, oder aber auch die Unachtsamkeit eines experimentierfreudigen Benutzers, welcher die Platte gerade ausgebaut hat und sie dann zu Boden fallen lassen hat. Nun ist sie kaputt und alle gespeicherten Daten sind weg und man sollte sich schleunigst überlegen, was man nun machen kann. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, für welche man sich jedoch an ein darauf spezialisiertes Unternehmen wenden sollte, da man selbst einfach nicht über das nötige Know-how, oder die nötige Technik verfügt.

Die erste Möglichkeit, die sich einem nun bietet, ist die Festplatte reparieren zu lassen. Dies ist zwar ein den meisten Fällen ein recht kostspieliges Unterfangen, jedoch kann man, wenn alles glatt läuft, wieder auf alle gespeicherten Daten zugreifen und man kann die Festplatte auch weiterhin verwenden um neue Daten zu speichern.

Entscheidet man sich für die zweite Möglichkeit, die Datenrettung der Festplatte, kommt man vermutlich etwas günstiger davon, jedoch hat diese Möglichkeit im vergleich zur Ersten einen kleinen Haken. Nach einer solchen Datenrettung ist die Festplatte nicht mehr zu gebrauchen, da diese beim Datenwiederherstellungsvorgang vernichtet wird. Aber in manchen Fällen ist dies nicht sonderlich schlimm, da Speichermedien heutzutage nicht mehr besonders teuer sind und man sich einfach eine neue Festplatte kaufen kann.

Egal wie man sich entscheidet, wenn man genug Geld bezahlt kann man sich darauf verlassen, dass die Daten gerettet werden. Die beste und vor allem kostengünstigste Lösung bei einem solchen Problem ist jedoch noch immer die rechtzeitige Vorsorge. Denn wenn man seine Daten regelmäßig auf einem anderen Speichermedium, als Sicherheitskopie, abspeichert, kann es zu gar keinem Datenverlust kommen. Und wenn es nicht zu einem Datenverlust kommt, muss man auch kein Geld für die Datenrettung der Festplatte, oder dem Festplatte Reparieren ausgeben.

 

Erste 2TB Platte erschienen

07 Feb

2tb-festplatteSeit einigen Tagen ist die erste 2 TB große Festplatte zu haben, Hersteller ist Western Digital. Die Platte dreht mit 5400 Umdrehungen pro Minute und besitzt einen 32 MB großen Cache. Sie wird per S-ATA 2 Interface angeschlossen und beherrscht NCQ. Für knapp 300 US Dollar kann man die Platte zur Zeit erwerben, in Deutschland soll sie im kommenden Monat erscheinen.

Tipp: Kostenlose CeBit Karten!

 

Netbooks der dritten Generation – 10-Zöller mit praktikablen Tastaturen

22 Jan

Bei der dritten Netbook-Generation überzeugen Geräte im mittleren Preisbereich. Hochpreisige Geräte lohen sich nur, wenn man besonderen Wert auf Design, spieletaugliche Hardware oder ein 12-Zoll-Display legt, schreibt das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 3/09.

Günstige und kompakte Netbooks mit nur 8,9 Zoll großem Display passen auch in kleine Taschen, doch Vielschreiber werden mit den winzigen Tasten nicht glücklich. Auch unter den 10-Zoll-Netbooks haben nur wenige gut bedienbare Tastaturen. Dabei sind Geräte von Asus, Dell, MSI, Samsung und Schenker.

Für 400 Euro erhält man von Samsung ein Netbook, dessen Akku fast acht Sunden lang durchhält. Das schaffen selbst die Geräte für über 500 Euro nicht. “Die 10-Zoll-Netbooks im mitttleren Preisbereich sind ein guter Kompromiss”, so c’t-Redakteur Florian Müssig. “Mit dem Atom-Prozessor von Intel und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher lassen sich die meisten Anwendungen unter Windows XP und Linux problemlos nutzen.”

Viele Netbooks besitzen 160 Gigabyte Festplattenspeicher für ausreichend Musik und Videos. Einige Geräte bieten allerdings nur die Hälfte oder noch weniger. Zwei Netbooks im Test sind mit Flashspeicher ausgestattet und stellen nur 16 Gigabyte für die Datenablage zur Verfügung.

Praktisch ist ein mattes Display, denn ein spiegelndes zeigt die Farben zwar satter an, die tägliche Arbeit wird bei unterschiedlichen Lichtsituationen allerdings erschwert. Wer mit seinem Netbook jederzeit per UMTS im Internet surfen will, kann kann sich ein USB-Modem für 100 Euro nachkaufen. Einige Geräte haben UMTS auch integriert. Mobilfunkprovider bieten solche Netbooks für 1 Euro an, wenn man einen Vertrag abschließt, der mit 40 Euro pro Monat zu Buche schlagen kann. Spieler mit knappem Budget freuen sich über den Nvidia-Grafikchip in einem Gerät von Asus, das allerdings über 600 Euro kostet und vergleichsweise schwer ist.