Die Folgen von Datenklau

Niemand geht heutzutage mehr ohne einen angemessenen Schutz durch Antivirenprogramm, Firewall, etc. ins Internet, denn dass dann nicht nur der eigene Computer, sondern auch die Sicherheit der eigenen Daten in Gefahr sind, weiß heute jedes Kind. Interessanterweise lassen viele im richtigen Leben nicht dieselbe Vorsicht walten, die online eine Selbstverständlichkeit ist. Wer hat nicht schon einmal nicht mehr benötigte Kontoauszüge, Geschäftsschreiben oder auch nur alte Briefumschläge in die Papiertonne geworfen, ohne weiter darüber nachzudenken? Gar nichts dabei? Im Gegenteil. Die Papiertonne dient Datendieben immer noch als primäre Informationsquelle. Die Folgen eines Datendiebstahls können gravierend sein, besonders für Unternehmen.

 

Geraten Kreditkarten- oder Adressdaten in die falschen Hände, können diese für Identitätsdiebstahl verwendet werden. Betrüger schlüpfen dabei in die Identität des Opfers, um Kredite zu beantragen, Waren zu kaufen oder gar Ausweispapiere anzufordern. Für das Opfer bedeutet der Diebstahl nicht nur Stress, sondern oftmals auch einen erheblichen finanziellen Schaden, und er kann sogar ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben, da das Opfer oft für kriminelle Handlungen haften muss, die in seinem Namen begangen wurden.

Für Unternehmen kann Datenmissbrauch noch wesentlich weitreichendere Konsequenzen haben. Sie können beispielsweise zur Industriespionage verwendet werden und so Schäden in Millionenhöhe verursachen. Landen vertrauliche Firmeninformationen, ob Investitions- oder Übernahmepläne, Forschungs- und Entwicklungsdokumente, Pläne für Marketingkampagnen oder Informationen zu Geschäftspartnern und Kunden im gewöhnlichen Papiermüll, kann die Konkurrenz diese Informationen verwenden, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen oder gezielt Kunden abzuwerben. Wird der Inhalt der gestohlenen Informationen oder die Datenpanne selbst publik, kann dies zudem unangenehme Folgen haben. Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern kann zu einer dauerhaften Rufschädigung führen und enorme Umsatzeinbußen nach sich ziehen – ein Horrorszenario für jedes Unternehmen.

Dem kann allerdings leicht vorgebeugt werden. Das A und O ist ein umfassendes Sicherheitskonzept für den Umgang mit vertraulichen Daten, das alle Mitarbeiter eines Betriebes miteinbeziehen sollte. Um die Umsetzung zu gewährleisten, müssen alle Mitarbeiter über die Gefahren von Datendiebstahl informiert werden und auf die Notwendigkeit hingewiesen werden, sämtliche Dokumente vor ihrer Entsorgung im Aktenvernichter unrekonstruierbar zu vernichten, selbst wenn diese auf den ersten Blick keine geheimen Informationen enthalten. Bei der Wahl des Aktenvernichters sollte außerdem auf Qualität geachtet werden, da günstigere Geräte meist die höheren Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens nicht erfüllen. Hier sollte man zu einem Gerät mit Sicherheitsstufe 3 oder höher greifen. Dabei handelt es sich in der Regel um Aktenvernichter mit Partikelschnitt. Diese zerschneiden das Papier nicht nur in Streifen, sondern in kleine Partikel, die für noch höhere Sicherheit sorgen.

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