Schutz für Ihr Notebook in öffentlichen WLANs

[Gastartikel] Viele Menschen nutzen kostenlose WLANs, die ihnen Unternehmen aus dem In- oder Ausland zur Verfügung stellen. In Cafés und Buchhandlungen schaffen Notebookbildschirme eine behagliche Atmosphäre, wenn Schüler, Eltern, Lehrer und andere Nutzer ihre Notebooks für ihre tägliche Dosis Internet anschließen.

Aber wie sicher sind diese kostenlosen WLAN-Netze? Antwort: Nicht besonders sicher. Genauer gesagt: Sie gehören zu den am wenigsten sicheren Internetzugangsverfahren, die es gibt. Alle, die diese Netze ebenfalls nutzen, können auf andere Computer potenziell zugreifen und mit ihnen interagieren. Auch wenn sie nicht in die anderen Computer gelangen können, können sie dennoch den ankommenden und den abgehenden Verkehr ausspionieren. Wie schützen Sie sich vor einer solchen Bespitzelung?

1. Deaktivieren Sie die Freigabefunktion auf Ihrem Notebook

Die Freigabefunktion ist in Heimnetzen durchaus nützlich. In Heimnetzen können Sie damit Dateien zwischen Computern übertragen, auf einem Remotedrucker drucken, Inhalte von einem Media Center an Ihr Notebook streamen und noch viel mehr tun. In öffentlichen Netzen kann folglich jeder, der dies möchte, in Ihren Computer eindringen und dort tun, was er will.

2. Nutzen Sie SSL für Webmail und HTTPS beim Browsen

Alle Programme, über die Sie eine Internetverbindung herstellen können, enthalten eine Funktion zum Aktivieren von SSL-Support. Webmail-Nutzer finden sie in ihrem Optionen-Menü. Internetbrowser haben diese Option im Menüpunkt „Internetoptionen“. Ein Häkchen in einem Kontrollkästchen genügt, und Sie können viel sicherer surfen. Sie können auch Browser-Erweiterungen herunterladen, damit HTTPS auf allen von Ihnen besuchten Seiten stets aktiviert ist. Auch auf Heimcomputern lohnt sich diese Maßnahme für den Fall, dass jemand Ihr Netz ausspioniert.

Wenn Sie HTTPS und SSL in all Ihren internetbasierten Anwendungen aktivieren, schaffen Sie zusätzlichen Schutz, denn der von Ihrem Computer gesendete und empfangene Verkehr wird verschlüsselt. HTTP-Verkehr wird gewöhnlich als Klartext übertragen. Das heißt, alles, was Sie über eine Website versenden und empfangen, ist für jeden klar einsehbar, der Ihr Netzwerk ausspionieren möchte. Und noch wichtiger: Ihre Passwörter, die Sie zur Anmeldung auf Websites übermitteln, sind ebenfalls einsehbar. Daher ist es sinnvoll, diesen Verkehr zu verschlüsseln. Das geht ganz einfach.

3. Nutzen Sie ein VPN

Mit SSL und HTTPS können Sie Ihren Internetverkehr auf hervorragende Weise weitgehend schützen. Nicht jede Website unterstützt jedoch SSL und HTTPS. Manchmal muss man sich nämlich auf Websites einloggen, die HTTPS nicht nutzen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Virtual Private Network (VPN). Damit können Sie Ihren Verkehr über ein privates Netz leiten, das an anderer Stelle eingerichtet ist. WLAN-Verbindungen, die eigentlich öffentlich sind, werden so zu viel privateren Verbindungen.

4. Nutzen Sie eine Firewall

Firewalls bieten zwar nicht den größten Schutz beim Browsen, doch sie geben neben allen sonstigen Sicherheitsmaßnahmen zusätzliche Sicherheit. Es gibt viele gute Firewall-Programme, und fast jedes Betriebssystem ist heutzutage standardmäßig mit einer Firewall ausgestattet. Vergewissern Sie sich, dass die Firewall in Ihren Internet-Sicherheitseinstellungen aktiviert ist. Dann können Sie loslegen!

5. Handeln Sie sicherheitsbewusst

Handeln Sie in öffentlichen WLAN-Netzen sicherheitsbewusst. Es gibt Seiten, die Sie lieber nicht besuchen oder nutzen sollten, solange Sie nicht über den Sicherheitsschutz verfügen, den Sie zu Hause oder an Ihrem Arbeitsplatz haben. Setzen Sie sich lieber keinem Risiko aus, nur weil Sie bei Ihrer morgendlichen Tasse Kaffee ein bisschen browsen wollen. Sicherheit sollte für Sie oberste Priorität haben. Überlegen Sie: Müssen Sie dies jetzt in der Öffentlichkeit nachschauen oder hat es noch bis später Zeit, wenn Sie wieder allein sind?

Brian Jensen arbeitet für Dell und schreibt mit viel Begeisterung und Wissbegierde über verschiedenste technische Themen. In seiner Freizeit reist, kocht und verbringt er gern Zeit mit seiner Familie. Klicken Sie hier, um weitere allgemeine Informationen zu Notebooks zu erhalten.

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