Die SIM-Karte passend machen

Um ein Smartphone oder ein Handy wirklich nutzen zu können, benötigt man eine SIM-Karte. Dabei handelt es sich um eine Chipkarte, die benötigt wird, um eine Identifikation des Nutzers im Netz möglich zu machen. Darüber werden Nutzern durch die Mobilfunkanbieter mobile Telefonanschlüsse und Datenschlüssel zur Verfügung gestellt. Bei der SIM handelt es sich um einen kleinen Prozessor mit Speicher. Ein dazugehöriger PIN-Code soll den Benutzer vor unrechtmäßigen Zugriffen schützen. Über die SIM wird das Smartphone oder Handy einem Netz zugeordnet und authentifiziert. Mehr lesen

Technik und Zubehör zu Weihnachten verschenken?

Technik ist bei vielen Menschen der Lebensmittelpunkt. Viele können nicht mehr, ohne täglich auf ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop nach den neuesten Trends Ausschau zu halten. Das erklärt auch, warum zu Weihnachten besonders häufig technisches Zubehör verschenkt wird. Wie findet man am besten heraus, welche Geräte und welches Zubehör sich besonders als Weihnachtspräsent anbieten, und gibt es eigentlich den richtigen Zeitpunkt, um die Geschenke möglichst günstig einzukaufen? Mehr lesen

Digitale Trends 2017: Noch mehr Technik auf Technikmessen

vr-911031_640Das moderne Zeitalter ist maßgeblich durch den aufstrebenden Charakter der Technologiebranchen gekennzeichnet, deren Entwicklung aktuell dem Verlauf einer Exponentialfunktion gleichkommt. So erscheinen am laufenden Band technologische Innovationen auf dem Markt, die das alltägliche Leben vereinfachen und in einigen Bereichen sogar revolutionieren können. Insbesondere Technikmessen spielen dabei als Trendplattform zunehmend eine wichtigere Rolle und auch die Messe selbst bleibt von der Digitalisierung nicht unbeeinflusst. Mehr lesen

Kabellos aufladen: Wie IKEA und WPC die Handynutzung revolutionieren

Gastartikel: Wer hat nicht schon einmal vergessen, das Smartphone an das Ladegerät anzuschließen und ärgerte sich dann, dass es zum meist ungeeigneten Zeitpunkt leer war?

Die Macher des bekannten schwedischen Möbelhauses haben sich dazu ihre ganz eigenen Gedanken gemacht und kamen zu einem einfachen und durchaus logischen Ergebnis. Das Aufladen des Handys muss so einfach werden, das es genügt, das Telefon einfach an einem bestimmten Punkt abzulegen. Kein einstöpseln des Kabels im Handy noch die Suche nach einer freien Steckdose sollten hier im Wege stehen. Die Lösung dazu zeigte sich in der induktiven Ladung.

Was bedeutet induktives aufladen des Handys?

Aus der Küche dürfte den meisten Menschen der Induktionsherd bekannt sein, aber auch in vielen anderen Bereichen wird die Induktion eingesetzt, etwa in dynamischen Mikrofonen oder in Generatoren. Technisch gesehen erfolgt bei der Induktion die kabellose Übertragung von elektrischer Energie durch ein elektrisches Feld. Erzeugt wird dieses Feld durch die Veränderung der magnetischen Flussdichte. Vereinfacht gesagt wird mit einer elektrisch arbeitenden Quelle ein Magnetfeld erzeugt, dessen Energie wiederum an eine weitere Quelle übertragen wird. Wichtig hierfür ist eine bestimmte Nähe beider Quellen zueinander sowie deren Abstimmung, um eine Streuung der zu übertragenden Energie zu vermeiden. Die Idee der induktiven Handyaufladung ist allerdings schon älter als der Gedanke von IKEA die Technologie in Möbel einzubauen.

induktion

Wireless Power Consortium

Die Abkürzung WPC steht für Wireless Power Consortium. Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss einiger hundert Firmen zur Entwicklung und Einbringung eines einheitlichen Standards für die kabellose Energieübertragung. Gegründet wurde die WPC im Jahr 2008 als loser Verband und der von WPC entwickelte Standard wurde Qi benannt, nach dem chinesischen Wort für „Lebensenergie“. Im Jahr 2011 wurde das erste Handy mit dieser Technologie ausgestattet. Heute sind 212 Unternehmen Mitglied im WPC und bereits in 774 Produkten wird Qi zur kabellosen Energieübertragung genutzt. Unter den Mitgliedern des WPC finden sich unter anderem die führenden Unternehmen der Handy-Industrie aus aller Welt wie Belkin, LG, Motorola oder Nokia. Obwohl die Technologie bereits bekannt ist, sind die notwendigen Akkus für kabelloses Aufladen noch nicht serienmäßig in Produktion. Mit der Idee von IKEA zumindest die Stationen für ein breites Kundenpublikum verfügbar zu machen kann sich das allerdings ändern.

Möbel mit integrierter Ladestation

Denn IKEA, der schwedische Möbelgigant, hat seine Vision einer kabellosen Aufladung des Handys bereits realisiert und dies in Produkte umgesetzt, die schon heute käuflich zu erwerben sind.

So bietet IKEA nicht nur eine Ladestation an, die etwa auf dem Schreibtisch positioniert wird und gewisse Ähnlichkeit mit einem USB-Kaffeetassenwärmer besitzt, auf der aber eben das Handy zum Laden einfach abgelegt wird. Im Weiteren finden sich Dreifach-Ladestationen oder ein Ladepad, das sich individuell in praktisch jedes Möbel nachträglich integrieren lässt.

IKEA wäre nicht IKEA, wenn es die Ladestationen nicht in den für den schwedischen Möbel-Hersteller typischen Designfarben Weiß und nordische Fichte geben würde. Beides Farbgebungen, die sich problemlos in praktisch jede Umgebung integrieren lassen. Das Ladepad JYSSEN zur nachträglichen Installation ist in seinen Abmessungen so gebaut, das es in eine Vielzahl von Kabelöffnungen an Schreibtischen passt und das nicht nur bei den IKEA-Schreibtischen STUVA und MICKE. Wer es noch individueller möchte, nimmt das Ladepad MORIK zur Hand, das einen Flansch mit Bohrungen für Schrauben besitzt und von unten festgemacht werden kann. So können etwa Küchenarbeitsplatten oder große Konferenztische nachträglich mit kabellosen Ladestationen ausgestattet werden.

ikea handy aufladen

Aber auch fertige IKEA-Möbel sind mit der kabellosen Ladestation ausgestattet wie die RIGGAD Arbeitsleuchte, der SELJE Ablagetisch, die VARV Standleuchte oder die VARV Tischleuchte. Vom Büro über das Wohnzimmer bis hin zum Schlafzimmer lässt sich so der Alltag mit diesem praktischen Utensil aufrüsten. Dabei wird der Aufladepunkt, an dem das Handy abzulegen ist, durch ein grau unterlegtes Kreuz angezeigt, dessen Gestaltung auf das jeweilige Möbel abgestimmt ist und so positioniert wurde, dass das „Ablegen“ des Handys auf diesem Punkt für den Nutzer schnell zum Automatismus wird so wie etwa der Schlüsselbund immer am gleichen Platz liegt oder zumindest meistens liegt.

Alle Möbel wie auch Tischladegeräte verfügen neben der induktiven Funktion auch über einen USB-Anschluss, sodass ebenso andere Geräte wie ein Tablet geladen werden können.

Der Weg ist geebnet und durchdacht

IKEA bietet als Service ein Menü an, in dem festgestellt werden kann, ob das eigene Handy für den QI-Standard geeignet ist. Aktuell zählen dazu alle neueren Modelle der Hersteller Apple, Samsung, Nokia, HTC, Motorola, Google, LG und Blackberry.
Wer sein Handy nicht in der rund dreißig Modelle umfassenden Liste findet, muss deshalb keineswegs auf die induktive Ladung seines Handy-Akkus verzichten.

Mit der VITAHULT-Ladeschale lassen sich auch andere Modelle für den Qi-Standard aufrüsten, ohne das dafür etwa Eingriffe oder Umbauten am Gerät vorzunehmen sind.

Ohne Frage wird sich der Qi-Standard von WPC als Nachfolger herkömmlicher Ladegeräte etablieren, was nicht nur aus Sicht der Bequemlichkeit durchaus zu begrüßen ist. Genauso trägt die induktive Energieübertragung dem Umweltschutz Rechnung, da damit eine Vielzahl der bisherigen Ladekabel und Ladegeräte entfällt und mit Ihnen auch der berühmte Kabelsalat, der heute noch der prägende Eindruck vieler Schreibtische ist.

© Ikea Phone Charging (Scott Lewis / Flickr, CC BY 2.0)
© Elektromagnetische Induktion (MovGP0 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0)

Über den Autor:
Richard Lilienthal ist Redakteur bei www.mobildiscounter.de und hier
zuständig für den Bereich neuster technischer Innovationen sowie
alternative Betriebssysteme für Smartphones.