Macht das Smartphone die Kamera überflüssig?

Noch vor ein paar Jahrzehnten war eine Kamera in jedem Reisegepäck zu finden. Mittlerweile verzichten die meisten auf die Mitnahme einer solchen Kamera – das Smartphone ist ja ein stetiger Begleiter. Wissen die wenigsten der heute 18-Jährigen noch, wie man einen Film in eine analoge Kamera einlegt, so waren Digitalkameras lange Zeit weit verbreitet. Wer heute nicht gerade Fotograf oder zumindest Hobbyfotograf ist, begnügt sich meist mit den immer besser werdenden Smartphone Kameras.

Rasante Entwicklung

Der Umgang mit Fotos an sich hat sich in Zeiten von Selfie und Co. stark geändert. Musste man früher noch sparsam mit dem verbleibenden Filmmaterial umgehen, so kann man heute Tausende Bilder auf seinem Smartphone speichern. Heute knipst man oft einfach schneller, ohne all zu viel Wert auf das Motiv zu legen. Man kann die Entwicklung fast mit dem Hörverhalten von Musik vergleichen, welches sich durch die Einführung des Walkmans – und allen Folgeprodukten gänzlich änderte. Hörte man vorher noch im Zimmer Musik aus der Stereoanlage, hat heute gefühlt jeder zweite Stöpsel im Ohr.

Als die ersten Handys mit Kamera auf den Markt kamen, konnte man diese Kameras nur belächeln. Ein nettes Gimmick für einen Schnappschuss zwischen durch, nichts jedoch was man ruhigen Gewissens als Foto hätte bezeichnen können. Rasant nahm die Entwicklung der verbauten Kameras jedoch Fahrt auf. Die Kameras moderner Smartphones sind mittlerweile so leistungsstark, dass man in vielen Fällen eigentlich keine separate Digitalkamera mehr braucht. Wer dennoch eine im Schrank herumliegen hat, hat die Möglichkeit sie bei spezialisierten Anbietern zu verkaufen.

Die Schwächen von Smartphone Kameras

Je hochpreisiger das Smartphone, desto hochwertiger ist im Allgemeinen die Qualität der verbauten Kamera. Teilweise werden Smartphones mit Kameras ausgestattet, die über einen großen Sensor verfügen. Je größer der Sensor, desto klarer wird das Bild. Wer mit der Qualität seiner Smartphonekamera nicht zufrieden ist, kann versuchen die Qualität durch diverse Foto Apps zu verbessern.

Für Selfies und Schnappschüsse Reichen die Kameras in jedem Fall, oft auch für anspruchsvollere Bilder. Die Farbintensität der Bilder ist gestochen scharf und die Auflösung orientiert sich meist an dem technisch Machbaren. Schwächeln tun Smartphonekameras jedoch beinahe alle beim Zoom. Da noch kein Smartphone mit Zoomobjektiv auf dem Markt ist, muss man sich dem Digitalzoom bedienen. Weiterhin schwächeln die meisten beim Blitz, externe Blitze können hier Abhilfe schaffen. Richtige Fotoenthusiasten, die gerne auch mal mit der Unschärfe spielen oder andere Effekte anwenden, werden jedoch wohl oder übel eine separate Kamera bereithalten, Derartiges ist mit noch keiner Smartphonekamera möglich. Ein weiterer Nachteil ist das spiegelnde Display der Smartphones. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen kann man das Motiv nicht gut erkennen und hätte am liebsten einen klassischen Sucher vorm Auge.

Ob man nun also auf seine Digitalkamera verzichtet oder nicht, hängt schlicht und einfach vom eigenen Anspruch ab. Moderne Smartphonekameras können es in jedem Fall mit Digitalkameras aus dem mittleren Preissegment aufnehmen. Sicherlich wird es weiterhin professionelle Spiegelreflexkameras geben, digitale Kompaktkameras allerdings werden höchstwahrscheinlich gänzlich vom Markt verschwinden und durch Smartphones überflüssig. Professionelle Fotografen werden sich jedoch auf lange Sicht nicht mit einer Smartphone Kamera begnügen.

Ein Gedanke zu „Macht das Smartphone die Kamera überflüssig?

  • 14. März 2017 um 07:13
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    Vielen Dank für diesen Tollen Beitrag, ich muss sagen bei mir ist die Kamera schon längst überflüssig, die Videos sind in So guter Qualität, auch die Einstellmöglichkeiten sind so vielfältig.

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